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Kiezgespräch „Warum Sachsen?“

vl2Wie gut die Hälfte der Berlinerinnen und Berliner bin ich nicht in Berlin geboren. Vor zehn Jahren zog ich vom sächsischen Leipzig in unsere Stadt. Wie viele andere, verfolge ich das dortige Geschehen mit großer Sorge. Die teilnehmerstärksten Pegida-Aufmärsche, Brandstiftungen auf Flüchtlingsunterkünfte, Straßenschlachten zwischen rechten Schlägern und der Polizei (Heidenau) oder Hassparolen gehen Kinder (Clausnitz): Immer wieder steht Sachsen im Scheinwerferlicht.

vl1Warum Sachsen? fragte ich mich und lud im Rahmen meiner Kiezgespräche den parlamentarischen Geschäftsführer der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen im sächsischen Landtag, Valentin Lippmann, ein, uns aufzuklären. Den einen monokausalen Erklärungsversuch gibt es wie so oft in der Politik nicht. Aber die Gemengelage aus der Verharmlosung von Rechtsextremismus einer seit 25 Jahren am Stück regierenden CDU, einer radikal zusammengesparten Polizei die gerade im ländlichen Bereich kaum mehr in der Lage ist größere Szenarien in den Griff zu bekommen, einer fehlenden Zivilgesellschaft, die noch dazu mittels Extremismusklausel unter den Generalverdacht des Linksextremismus gestellt wird, trägt dazu bei, dass sich gerade hier rechtsextreme Strukturen verfestigen konnten.

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